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Das Portal sucht Bausparer, welche in der Zeit zwischen 1998 und 2005 über eine deutsche Bausparkasse gewerbliche Finanzierungen im ein-, zwei, oder dreistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen haben.

Wichtig wäre in diesem Zusammenhang zu wissen, welche Vertragsbedingungen vorlagen, ob mit und/oder ohne Eigenkapital finanziert und die damaligen Kriterien nach Basel II eingehalten wurden.

Weiterhin steht die Frage im Raum, ob die Darlehensverträge nach Ratifizierung, bzw. in den Folgejahren in die Bilanzen der Holding, bzw. deren Versicherung überführt wurden.

Gleichfalls bitten wir um Hinweise, ob die Beleihungsausläufe jenseits von 60%, 80%, oder wie bekannt, teilweise deutlich über mehr als 100% lagen und bei drohender Insolvenz, den Kreditnehmern zusätzlich weitere Bürgschaften ausgereicht wurden.

Ebenfalls wäre es dienlich zu wissen, ob die Verträge unlauter zustande kamen und ob externe Vermittler involviert waren.

Der Redaktion sind Fälle, bzw. Darlehensnehmer bekannt, welche über die Bausparkasse, bzw. deren Versicherung, gewerbliche Finanzierungen, im dreistelligen Millionenbereich in Anspruch genommen haben und trotz erfolgter Insolvenz, für die Schäden nicht in Haftung genommen wurden und sämtliche Im Internet hinterlegten Objekte auf Anweisung der Holding aus dem Netz genommen wurden. Die Kreditschuldner, in diesem Falle, zwei Gesellschafter der insolventen Gesellschaft, konnten auf diesem Wege "Entschuldet" werden.

Nach Informationen involvierter Darlehensnehmer, wie auch externe Berater der Bausparkasse, wurden Darlehensforderungen einzeln, wie auch im Paket, an diesbezügliche gewerbliche Aufkäufer verscherbelt. Der Gesamtschaden der Bausparkasse, bzw. der Holding, soll sich demnach im Bereich zwischen EUR 1,5 und EUR 2 Milliarden bewegen. Da die Bausparkasse, bzw. deren Konzern-Holding diesbezügliche Forderungen frühzeitig in dubiosen Gesellschaften und damit außerhalb der Bilanzen "ausgelagert" hatte und die Bankenaufsicht diesbezüglichen Meldungen nicht nachgegangen ist, konnten die Konzernvorstände und Aufsichtsräte, diesen Skandal bisher vor der Öffentlichkeit fernhalten. Da die Übeltäter zumindest zeitweise in den Aufsichtsgremien der BAFIN tätig waren, wundern es Niemanden, dass solche desaströsen Ergebnisse die Folge sind.

Zudem haben in einem konkreten Einzelfall schriftliche Anfragen bei der Deutschen Bundesbank ergeben, dass die Kredite nach Zeichnung bei der Bausparkasse, in den Folgejahren in die Bilanzen der Versicherung überführt wurden und bei erfolgter Insolvenz, wieder zurück in die Bilanz der Bausparkasse zurückgeführt wurden. Auch diesen Sachverhalten sind die zuständigen Behörden nicht nachgegangen.

Recherchen der Redaktion haben zudem ergeben, dass in den überwiegenden Fällen, Korruption und Vorteilsnahme, zu diesem auch für die deutsche Versicherungswirtschaft katastrophalen Ergebnissen, geführt haben.

Feststellen muss man ebenfalls, dass die zuständigen Finanzminister, wie auch die zuständigen Staatsanwaltschaften, bisher sachdienlichen Hinweisen nicht nachgegangen sind, bzw. belastendes Material konsequent zurückgehalten haben.

Die Redaktion bittet möglichen Geschädigten seine Hilfe an, sachdienliche Hinweise können an die Redaktion des Portals unter: E-Mail: heinz.marqua@gmail.com eingereicht, oder aber auch persönlich übergeben werden.

Für den Austausch der Daten, wird eine entsprechende Vertraulichkeit angeboten.

Jeder Einzelfall wird vom Portal auf mögliche Regressansprüche geprüft.