Beteiligung A, Klage Vermittler gegen Käufer/Investor

Beteiligung A, Klage Vermittler gegen Käufer/Investor

275.000,00 €

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Beschreibung

Klage Vermittler gegen Käufer/Investor


Schadensersatzklage aus einer nicht gezahlten Vermittlungsprovision

Schadensersatzklage, Streitwert netto 1.980.000€


Ertragsverteilung:

Kläger 60%

Investoren/Beteiligte 40%



Verfahrensbeteiligte:

Kläger, Vermittler M.

Beklagte, Käufer I.

Verkäufer P. und der Geschäftsführer S.


Ereignishergang:


Kurzfassung:

Der Investor I. hat schuldet dem Vermittler M. aus der Vermittlung eines Shoppingcenters, eine Provision. I. bestreitet den Vermittlungsvorgang und auch den Provisionsanspruch. M. kann nachweisen, dass er das Projekt I. angeboten und dieser es versäumt hat, entsprechend der AGB des M. innerhalb einer Frist von 5 Tagen, Vorkenntnis anzumelden. Der Verkäufer P. hat mit seiner Anfrage gegenüber M. den Vorgang bestätigt, ist jedoch auch nicht bereit eine Provision zu zahlen. Deshalb ist Klage gegenüber I. geboten.


Langfassung:

Der Immobilienmakler M. bietet dem Investor I. im September 2016 eine Immobilie in Me. zum Kaufpreis von 66.000.000 €. Das Erstangebot von M. erfolgt mit einem neutralen Kurzexposé. Daraufhin ruft Käufer I. bei Makler M. an und meint, wenn es sich um die Immobilie in Me. handle, wäre diese bekannt und meldet mündlich Vorkenntnis an. Da das Objekt jedoch offiziell nicht auf dem Markt war und I. es demnach nicht kennen konnte, sendet M. noch am gleichen Tage seinen Teaser inkl. den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zu, um für den Erfolgsfall den Nachweis zu führen.

Spätestens hiernach hätte I. schriftlich Vorkenntnis anmelden müssen. Stattdessen spricht I. einige Tage später direkt die Verkäuferin P. an. Daraufhin meldet sich der Geschäftsführer des Verkäufers, Herr S. bei M. und meint, sie bieten unsere Immobilie in Me. unautorisiert zum Kauf an. Da M. das Objekt ausschließlich I. angeboten hatte, war der Sachlage klar. Herr S. erklärt M., dass man überlege ihn schriftlich abzumahnen. M. weist darauf hin, dass er die Immobilie nur ausgesuchten Kaufinteressenten und in diesem Falle nur der I. angeboten habe. Gegen Ende des Telefonats fragt Herr S. noch beiläufig, zu welchem Kaufpreis der I. das Objekt angeboten wurde. M. antwortet, wie aus ihrem Unterlagen bekannt, für 66 Mio. €. Daraufhin zieht sich S. zurück und meldet sich bei M. nicht. Geschäftsführer S. hatte sein Ziel erreicht und wusste nun zu welchem Kaufpreis M. dem I. das Objekt angeboten hatte und trat in die Verhandlungen mit I.

Nach dem Anruf von S. war M. ebenso bewusst, dass I. an die Verkäuferin herangetreten war und M. als Anbieter genannt hatte. Noch am gleichen Tage sendet M. an die Verkäuferin eine E-Mail, in der er das mit Geschäftsführer S. geführte Telefonat dokumentierte. Dies wohlweislich für den Fall, dass der Kauf mit I. zustande kommt.

Drei Monate später kann man in den einschlägigen Immobilientickern lesen, dass der Investor I. die Immobilie in Me. erworben hat, ein Kaufpreis wird nicht genannt. Nun wendet sich Makler M. an S. und fragt an, ob er bereit wäre eine Vermittlungsprovision zu zahlen. Dieser lehnt ab, unterlässt es jedoch auch, Makler M. wie vorgesehen, abzumahnen, oder zu erklären, M. hätte nicht den Nachweis. Auch ist nicht die Rede davon, dass beim Verkauf ein Drittmakler mit im Spiel war.

M. stellt nun gegenüber der Käuferin I. eine Rechnung zur Zahlung einer Provision von 1.980.000 € zzgl. MwSt. zu. Hiernach melden sich die überregional tätigen Rechtsanwälte der Sozietät N. und weisen im Auftrag des I., den Provisionsanspruch von M. zurück. Die Sozietät N. spricht von einer „erfunden“ Provision, weist jedoch auch nicht daraufhin, welchem Vermittler womöglich die Vermittlungsprovision zustehen könnte. M. weist N. auf die Versäumnisse von I. hin. Ebenfalls hätte I. entsprechend der AGB von M., spätestens nach 5 Tagen schriftlich Vorkenntnis anmelden müssen. Da Makler M. nicht über die liquiden Mittel verfügt, blieb ihm der Klageweg bisher versagt.

Fazit: Hätte der Käuferin I. ein Angebot eines Drittmaklers vorgelegen, hätte sie dies Makler M. schriftlich mitteilen können, bzw. sogar müssen. Dies hat Käufer I. genauso unterlassen, wie auf das schriftliche Nachweisangebot von M. zu reagieren und entsprechend den Allgemeinen Geschäftsbedingung von M., innerhalb einer Frist von 5 Arbeitstagen schriftlich Vorkenntnis anzumelden und die Sachlage aufzuklären. Die Verkäuferin P., bzw. deren Geschäftsführer S. wendet sich nur deshalb an Makler M. um zu hinterfragen, zu welchem Kaufpreis M. das Objekt der I. angeboten hatte. Hätte ein Drittmakler das Objekt der I. angeboten, so hätte sich S. nicht an Makler M. gewandt.

Die Geschehnisse belegen, dass M. die Käuferin und die Verkäuferin zusammengebracht hat und damit auch den Nachweis für sich beanspruchen kann. Ein Drittmakler war nicht für die Käuferin, wie auch nicht für den Verkäufer tätig. Auch die Sozietät N. hat Makler M. nichts Gegenteiliges mitgeteilt. Aufgrund der Geschehnisse kann M. davon ausgehen, dass er den Nachweis erfolgreich geführt und ihm somit eine Vermittlungsprovision in Höhe von 3,56% vom beurkundeten Kaufpreises zusteht. Der Kaufpreis ist noch festzustellen, vorläufig geht M. von 66 Mio. €. Aus den vorgenannten Gründen ist Klage geboten.