Beteiligung E, Klage, Projektentwickler gegen Architekten und Baukonzern

250.000,00 €

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Beschreibung

Schadensersatzklage gegen beauftragte Architekten und Baukonzern

Schadensersatzklage, Streitwert vorläufig 5.000.000 €


Gewinnverteilung:

Kläger 60%

Investoren/Beteiigte 40%



Verfahrensbeteiligte:

Kläger, MP als Vertreter der M. GbR

Beklagter, Architekten D.

Baukonzern H.

Versicherungskonzern VK

Insolvenzverwalter (IV)


Ereignishergang:


Kurzfassung:

Die beauftragten Architekten D. haben im Zusammenspiel mit dem Baukonzern H. den Auftraggeber MP vorgegaukelt, sie würden die anstehende Projektentwicklung in einer Arge begleiten. Nach zweijähriger Zusammenarbeit kündigt H. die Zusammenarbeit auf. Architekt D. verhandelt hinterrücks mit der kreditführenden Versicherungskonzern VK. und bereitet mit dieser das Insolvenzverfahren gegen die M. GbR vor. Die Architekten und der Baukonzern haben arglistig agiert und sind Schadensersatzpflichtig. Die Schadenshöhe ist abschließend gerichtlich festzustellen.


Langfassung:

Ende 2008 beauftrag die MP den Architekten D., die Grundstücke der M. GbR und dem Nachbar zu überplanen. Erste Entwürfe hierzu liegen im Januar 2009 vor. Gleichzeitig spricht der federführende Architekt D. seinen Freund M., Geschäftsführer des Baukonzerns H. als möglichen Arge- und Joint & Venture Partner für die anstehende Projektentwicklung an. Der Baukonzern gibt in der Folge gegenüber der GbR vor, die Projektentwicklung begleiten zu wollen. In den Folgemonaten werden entsprechende Vertragsentwürfe, demnach einen Arge Vertrag und einen Joint & Venture Vertrag ausgetauscht. Der H. Konzern gibt zusätzlich eine umfangreiche Projekt- und Vermarktungsstudie in Auftrag, Kosten 55.000€. Diese Studie wird den Architekten als Grundlage für die weiteren Planungen dienen. Gleichzeitig bereiten die Architekten in Gesprächen mit dem Baudezernenten die Umwidmung des rechtskräftigen B-Plan aus 2004 vor. Die im B-Plan vorgesehene Hotel- und Büronutzung, muß einer Mischnutzung aus Hotel- und Wohnbebauung weichen.

Erst diese Überplanung in einen Wohn- u. Hotelcampus machte die Immobilie der M. GbR so kurz nach der Finanzkrise verkäuflich. Denn damals suchten alle Entwickler wegen fehlender Büromietanfragen, nach solch einem Produkt. Dies war auch der Gläubigerin VK bewusst. Mit Beendigung der Planungsphase nimmt sie direkten Kontakt zum Architekten auf. Dieser überlässt dem Vorstand des VK die kompletten Planungsergebnisse. Zum Dank hierfür, wird er im Jahr 2012 vom späteren Käufer die Revitalisierung des Bestandsgebäudes, Auftragswert 8.000.000 €, erhalten.

Zu allem Überfluss tritt im März 2010 der Architekt D. auf der Immobilienmesse in Cannes, gegenüber lokalen Investoren, als Verkäufer der Immobilie auf. Er behauptet die GbR sei Bankrott und er wäre von der Gläubigerin beauftrag, die Immobilie zu verkaufen. Mit dieser Ansprache wurde nicht nur der Leumund und die Bonität der GbR nachhaltig verletzt, sondern war auch die Immobilie schon vor Beginn der Insolvenzantragsstellung bei den lokalen Investoren verbrannt. Diese Vorgehensweise belegt, dass dem VK alle Mittel recht waren, die M. GbR nachhaltig zu schädigen. Der Architekt D. hat zu diesen Verleumdungen aktiv beigetragen. Später wird er gegenüber seinem Auftraggeber der MP behaupten, der Hamburger Entwickler A.M. hätte die Immobilie in Cannes feilgeboten.

Im April 2010 stellt der VK den Insolvenzantrag gegen die M. GbR und wenige Tage später löst sich der Baukonzern von seiner Zusage einer gemeinsamen Projektentwicklung. Die Absage wird damit begründet, man könne nicht gleichzeitig zwei große und bedeutende Projekte in der gleichen Stadt durchführen. Dies war natürlich blanker Unsinn, denn das zweite Projekt war eine reine Büronutzung schon im Bau und auch schon verkauft. Dagegen war das Projekt der MP, weil mit überwiegender Wohnnutzung, eine reine Bauträgermaßnahme. Zudem galt und gilt, dass so nach der Finanzkrise jeder Baukonzern nach Aufträgen suchte. Mit der Absage des H. Konzerns war auch klar, dass die MP, wie auch die GbR über mehr als zwei Jahre vorgeführt und arglistig getäuscht wurden.

Hierdurch wurden wertvolle zweieinhalb Jahre verloren, in denen der man hätte andere Investoren ansprechen können. Das Unheil nahm nun seinen Lauf und der VK Konzern demontierte in der Folge in Zusammenarbeit mit dem Insolvenzverwalter, dem Architekt D. und den übrigen am Kauf beteiligten Firmen und Personen, die M. GbR. Ein Immobilienprojekt mit einem Verkaufswert von 240.000.000 € wurde im November 2011 für 12.500.000 € verramscht. Die beteiligten Protagonisten handelten einvernehmlich und im Verbund gegen die Interessen der M. GbR.

Auf Unterlagen, welche die MP erst im Jahre 2017 zugänglich wurden geht hervor, dass die Architekten vorsätzlich gegen die Interessen der GbR gehandelt haben. Zudem der Geschäftsführer des Baukonzerns ein enger Freund des Architekten ist, darf man davon ausgehen, dass die Absage von langer Hand gesteuert war.

Aus den vorgenannten Gründen ist eine Schadensersatzklage wegen arglistiger Täuschung gegen die Architekten, wie auch gegen den H. Konzern, mehr als geboten.